Igazi marcipán, csokoládé bevonattal...
Alles rund um Marzipan:
Marzipan stammt aus dem Mittelalter. Es ist im 13. Jahrhundert aus Persien nach Europa gekommen. Laut mündlicher Überlieferung hat die kleine Tochter eines venezianischen Konditors um das Jahr 1400 das erste Mal Marzipan gemacht, zufällig. Beim Spielen hat sie gehackte Mandeln mit Honig gemischt und auf eine heiße Backplatte gelegt. Der Vater hat die getrocknete Köstlichkeit gekostet und rief: „siehe da, es ist die süße Entdeckung von Maria!”. Er hat die neue Leckerei nach dem Schutzpatronen von Venedig, Sankt Markus Marzipan genannt, was soviel heißt: das Brot von Markus. Er begann sie auf dem Dankfest des Schutzpatrons auf dem Platz vor der Kirche zu verkaufen. Während der Pestepidemie hat man unter den Einwohnern Marzipan in Form eines Brotes verteilt, damit es sie vor der Krankheit schützt. In Ungarn wurde die aus Mandeln und Zucker gemachte Süßigkeit das erste Mal 1477 erwähnt, als beim Neujahrsessen nach der Hochzeit von König Matthias als achter Gang ein braun-weißes Schachbrett aus Marzipan serviert wurde. Es war die Arbeit eines neapolitanischen Delikatessenmachers, der in der Begleitung von Königin Beatrix in den Hof gekommen ist. Die ersten Marzipan-Rezepte in Ungarn kennen wir aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Im Hof des Fürsten von Siebenbürgen wurde es wie folgt gemacht: zwei Pfund (1120 g) geputzte Mandeln wurden mit anderthalb Pfund (840 g) Zucker mindestens eine Stunde lang in einem Mörser zermalmt, währenddessen vier-fünfmal mit Rosenwasser begossen, dann wurde eine Messerspitze vorher eingeweichtes Tragant (der klebrige Saft einer Pflanze aus Kleinasien) beigemengt. Danach wurde es in einem Kupfertopf bei fortwährendem Rühren auf kleiner Flamme solange gekocht, bis die Masse an die Hand klebte. Dann wurde es ausgerollt, in Formen gefüllt, verziert und nach Wunsch vergoldet. Das fertige Marzipan wurde gebacken (eher nur getrocknet) und mit aufgeschlagenem, gezuckertem Eiweiß bestrichen, damit es schön glänzte.

